Prämien-Vergleich von Mietkautionsversicherungen (November 2020)

Mietkautionsversicherungen für Wohnungsmieter haben sich in der Schweiz als echte Alternative zum Mietzinsdepot entwickelt und gewinnen zunehmend an Popularität, weshalb ein Vergleich der Prämien Sinn macht. Eine Mietkaution hat sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter Vorteile. Einerseits ermöglicht eine Mietkautionsversicherung dem Mieter, die Blockierung seines Geldes bei der Bank zu vermeiden und garantiert andererseits Ihrem Vermieter den Betrag der Mietkaution. Dadurch kann der Mieter frei über seinen Cashflow verfügen, um die Kosten für das neue Heim, den Umzug, Möbelkäufe usw. zu decken.

go
Caution
Smart
Caution
First
Caution
Swiss
Caution
Jährliche Prämie189.00225.00231.00231.00
Einmalige Einschreibegebühr0.00120.00180.00231.00
Gebührenvergleich
Verwaltungsgebühren0.0025.0020.0020.00
Kosten im Schadensfall0.000.00100.00100.00
Weitere Eigenschaften
Untermietverträge versicherbar
Akzeptierte AufenthaltsgenehmigungenAlleAlleC, BC, B, F
Online-Abschluss ohne Dokumente
Kostenlose Hotline

Wie funktioniert eine Mietkautionsversicherung?

Anstatt die Kaution auf ein Mieterkautionssparkonto bei der Bank zu überweisen, zahlt der Haus- oder Wohnungsmieter eine Jahresprämie an die Versicherung. Im Gegenzug erhält er eine Mietgarantieurkunde (Zertifikat), die die vom Vermieter geforderte Mietgarantie für den vereinbarten Betrag enthält. Mit dem Prinzip der Bürgschaft ohne Bankeinlage garantiert die Bürgschaftsgesellschaft dem Vermieter die Höhe des Mietzinsdepot und interveniert im Schadensfall nach dem Umzug. So können die Mieter vermeiden, ihre Ersparnisse unnötig zu blockieren.

Wenn der Mieter Schäden am Eigentum verursacht oder die Monatsmieten offen gelassen hat, sind diese bis zur Höhe der Kaution durch die Garantie gedeckt. Auf diese Weise erhält der Vermieter den offenen Betrag und kann die Wohnung wieder vermieten. Anschliessend muss der Mieter den entsprechenden Betrag im Rahmen des Regressverfahrens an die Versicherung zurückzahlen.

Eine Mietkaution ist ein Betrag, den ein Mieter dem Vermieter als Garantie für die Zahlung der Miete und die Erfüllung der im Mietvertrag enthaltenen Verpflichtungen des Mieters zur Verfügung stellt.

Abschluss einer Mietkautionsversicherung

Während das Mietzinsdepot bei einer Bank eröffnet wird, wird die Mietkautionsversicherung typischerweise bei einer – oftmals daruaf spezialisierten – Versicherungsgesellschaft abgeschlossen. Der Mieter zahlt eine Anmeldegebühr und eine Jahresprämie. Im Gegenzug verpflichtet sich die Versicherung, dem Vermieter die Höhe der Kaution zu garantieren. Achten Sie darauf, die Mietkautionsversicherung nicht mit der Haftpflichtversicherung zu verwechseln. Im Schadensfall übernimmt der Anbieter die Kosten, der Mieter muss sie jedoch zurückerstatten.

Zwei wichtige Punkte

  • Die Mietkautionsversicherung funktioniert nicht wie ein Kredit, der zurückgezahlt werden muss
  • Im Schadensfall übernimmt die Versicherung zwar den Schaden, doch dieser muss zurückgezahlt werden
  • Da die Kosten und Leistungen der verschiedenen Anbieter variiert, empfiehlt sich ein Mietkautionsversicherung-Vergleich

Was passiert im Schadenfall?

Wenn der Mieter unbezahlte Ansprüche gegen den Vermieter hat – etwa offene Mieten oder dass Reparaturen an der Wohnung vorgenommen werden müssen – kann der Vermieter die Zahlung der Kaution verlangen. Wie bei einer Bankeinzahlung benötigen Sie die Zustimmung beider Parteien, um die Kaution zu bezahlen. Sobald die Unterschriften sowohl des Vermieters als auch des Mieters auf dem Zertifikat angebracht sind, kann die Kaution bezahlt werden.

Der Mieter muss dann den von der Versicherungsgesellschaft an den Vermieter gezahlten Betrag zurückerstatten. Es handelt sich also nicht um eine Versicherung im eigentlichen Sinne, sondern um eine Garantie, die zurückgezahlt werden muss. Es ist daher ratsam, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Glossar: Das Mietzinsdepot

Im Mietvertrag wird üblicherweise ein Mietzinsdepot, auch Kaution genannt, vereinbart. Bei Mietwohnungen darf dieses Depot maximal drei Monatsmieten betragen. Oft muss das Mietzinsdepot spätestens bei Mietantritt überwiesen werden.

Autor

Luca Wyss

Der Autor ist Finanzplaner mit eidg. Fachausweis. Neben dem klassischen Bankkundengeschäft hat Luca Wyss auch jahrelange Direktgeschäft-Erfahrung im Kreditwesen im Rahmen seiner Tätigkeit für eine etablierte Schweizer Kreditbank. Sein besonderes Interesse gilt FinTechs im Bereich Crowdlending und Digitalbanken.